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                  RELIGION

Inhalt:

Christentum:

Judentum: Speisevorschrifen, Feste,  Grundlagen/ auch wichtig: Tora (nichts dazu enthalten)

Muslime:

 

JUDENTUM

Wer ist ein Jude?

Ein Jude ist ein Anhänger der ältesten monotheistischen Religion, das heißt der Religion, die sich nur einem einzigen Gott verpflichtet hat.

Wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde, ist automatisch Mitglied der jüdischen Gemeinschaft und somit Jude.

Ein Jude zeichnet sich durch Toratreue (Tora = die heilige Schrift, Gebetsbuch) und einem Leben nach der Halacha aus. Er versteht sich über das Religiöse hinaus, auch im nationalen Sinne, als Angehöriger des Volkes Israel. Das "Jude sein" bezieht sich nicht auf ein Land oder einen Staat. Jude sein bedeutet, die jüdische Religion zu leben, dabei ist es egal in welchem Land man lebt. Man muss als Jude nicht unbedingt in Israel leben, um als Jude anerkannt zu werden.

Im Nationalsozialismus sah man im Judentum eine "biologische Rasse", wobei man hinzufügen muss, dass sich eine Rasse nicht nach der Religion richtet und diese nationalsozialistische Definition somit falsch ist, wenn man bedenkt wie viel Leid dadurch dem jüdischen Volk angetan wurde.

Auch wer zum jüdischen Glauben übergetreten ist und nach den jüdischen Sitten und Gebräuchen lebt, darf sich als Jude bezeichnen.

Rabbiner

Der Titel Rabbiner ist ein religiöser Titel im Judentum und wird von hebräisch Rabbi oder aramäisch Rabbuni (Meister, Lehrer) abgeleitet. Andere Bezeichnungen sind auch Rebbe und Lehrmeister. Rabbi war um die Zeitenwende ein Ehrentitel jüdischer Schriftgelehrter. Auch Jesus von Nazaret wurde der Titel Rabbi beigelegt.

Zu den Aufgaben eines Rabbiners zählt die religiöse Lehre, und als Talmudkenner kommt ihm die Entscheidung in religiösen Fragen zu. In liberalen Gemeinden leitet der Rabbiner oft die Schabbat- und Festtagsgottesdienste, wofür traditionell der Vorbeter (Chasan) oder Vorsänger zuständig ist. Ein Rabbiner ist kein Priester, dem irgendwelche besonderen religiösen Aufgaben alleine zuständen. Den Segen z. B. kann jeder Jude oder jede Jüdin sprechen, weil dies nach jüdischer Ansicht keine besondere Vermittlerfunktion erfordert. Nicht der den Segen Sprechende segnet, sondern allein Gott segnet. Deshalb kann im Grunde auch jedes dazu befähigte Mitglied einer jüdischen Gemeinde den Gottesdienst leiten, vorbeten, aus der Tora vorlesen usw. Sehr oft haben jedoch nur Rabbiner die dazu erforderlichen Kenntnisse. In den meisten liberalen Gemeinden muss der Rabbiner oder die Rabbinerin solche Aufgaben übernehmen, weil kein Kantor (Chasan) zur Verfügung steht. Eine der wichtigsten Aufgaben eines Rabbiners ist heutzutage die Seelsorge für die Gemeindemitglieder und für Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen (z.B. Konversionskandidaten).

Deutschlands einziges Rabbinerseminar ist das Abraham-Geiger-Kolleg in Potsdam, das im Wintersemester 2001/2002 seine Arbeit aufnahm. Bis 1939 gab es in Berlin und Breslau zwei Seminare. Im Mai 2001 wurde an der Heidelberger Hochschule für jüdische Studien der Ignatz-Bubis-Lehrstuhl eröffnet. Es ist der erste Lehrstuhl für die Rabbinerausbildung in Deutschland seit 1941. (ruprecht Nr. 71)

Der Ober- oder Großrabbiner eines Landes oder einer Gemeinde gilt als die höchste religiöse Instanz dieses Landes. Das Großrabbinat in Palästina (später dem Staat Israel) besteht aus zwei Mitgliedern: die Briten installierten neben dem Oberhaupt der Sephardim, dem Rischon leTzion noch einen Raw haٌٌRaschi, den aschkenasischen Hauptrabbiner.

Tora

Die Schriftrolle

Im Zusammenhang damit ist mit „Tora“ oft die Torarolle gemeint. Dies ist eine große Rolle aus Pergament, auf der die fünf Bücher Mose in hebräischen Buchstaben (ohne Vokale) von Hand aufgeschrieben sind. Torarollen werden im allgemeinen in der Synagoge aufbewahrt. In Gottesdiensten, vor allem am Shabbat, aber auch an Feiertagen, wird aus dieser Torarolle in der Synagoge „gelesen“. Im allgemeinen wird der Text dabei nicht gesprochen, sondern gesungen. Sinn dieser 2000jährigen Tradition ist, das jüdische Volk mit dem Text der Tora vertraut zu machen.

Eine für den öffentlichen Gottesdienstgebrauch vorgesehene Tora wird grundsätzlich per Hand von einem Sofer, einem speziell dafür ausgebildeten Schreiber, geschrieben. Bei guter Aufbewahrung kann eine Torarolle mehrere hundert Jahre „leben“, das heißt unbeschädigt und damit rituell brauchbar bleiben. Die älteste existierende Torarolle stammt von etwa 900 n.Chr., das heißt 1500 Jahre, nachdem die Endfassung der Tora geschrieben worden war. Torarollen, die mechanisch oder durch Abnutzung oder hohes Alter beschädigt und somit unbrauchbar geworden sind, werden aus Respekt nicht weggeworfen, sondern in einer Genisa aufbewahrt oder auf einem jüdischen Friedhof begraben. Zum Toraschmuck gehören Mappa (Tuch), Me'il (Mantel), Tass (Schild), Jad (Stab) und Kether (Krone) oder je nach Anlass ein spezieller Aufsatz, Rimonim (Granatapfel) genannt.

FESTE

Rosch ha-Schanah  ist das jüdische Neujahrsfest. Die Mischna, die wichtigste Sammlung religiöser Überlieferungen des rabbinischen Judentums, legt dieses Fest als Jahresbeginn und für die Berechnung von Kalenderjahren fest.

An Rosch ha-Schanah beginnen die zehn Yamim Noraim ( Hebräisch "furchtbare Tage"), die mit dem Versöhnungsfest Jom Kippur enden.
Die rabbinische Literatur beschreibt diesen Tag als einen Tag des Gerichts. Einige Beschreibungen schildern Gott als auf einem Thron sitzend, wobei Bücher mit den Taten aller Menschen offen vor ihm liegen.

Rosch ha-Schanah beginnt im Herbst, am Tagesende zwischen dem 29. Tag des jüdischen Monats Elul; das Fest dauert zwei Tage bis zum Tagesende des zweiten Tages des Monats Tischri (sogar in Israel, wo ansonsten die meisten Feiertage nur einen Tag lang sind). Der zweite Tag wurde später hinzugefügt. Es gibt Hinweise darauf, dass Rosch ha-Schanah bis ins 13. Jahrhundert in Jerusalem nur einen Tag lang gefeiert wurde.

 

Sukkot, das Laubhüttenfest, ist ein jüdisches Pilgerfest bzw. Wallfahrtsfest. Es wird im Herbst acht (in der Diaspora) oder sieben Tage lang (in Israel) gefeiert - vom 15. bis 22./21. Tischri des Jüdischen Kalenders.

Sukkot gilt als das größte Freudenfest des jüdischen Jahres. Der Name stammt von folgendem Brauch: In Erinnerung an die Wüstenwanderung bauen Juden aus Ästen, Blättern und Stoffplanen zu diesem Fest eine Laubhütte - im Garten, auf dem Hof oder auch auf dem Balkon. Im Falle von Hochhaussiedlungen wird meist eine gemeinsame Hütte für alle dort lebenden jüdischen Familien im Hof aufgestellt. In dieser Hütte werden die Mahlzeiten abgehalten, es wird gefeiert und evtl. werden auch jüdische Texte gelesen. Falls das Klima es zulässt, kann in dieser Laubhütte auch übernachtet werden. Gänzlich gesichert ist die Herkunft dieses Festes aber nicht - möglicherweise entspringt es auch einem Fest zur Weinlese in Palästina.

Das Bauen der Laubhütte gilt als Erinnerung daran, dass wir Menschen in der Welt uns auf Materielles wenig verlassen können, weil wir es vielleicht bald verlieren werden. Vielleicht müssen wir bald sogar unser Haus und unseren Wohnort verlassen. Gott hingegen können wir unbedingt vertrauen; er ist unvergänglich.

Zu den Gottesdiensten in der Synagoge bringen die Teilnehmer Feststräuße aus vier Pflanzenarten mit: Zweige von Palmen, Myrten, Weiden, und die Etrog (eine Zitrusfrucht). Dieser Feststrauß, auch Lulaw genannt, wird während des Gottesdienstes geschwenkt (im orthodoxen Judentum von den Männern). Dies ist ein Zeichen der Freude.

 

Jom Kippur (יום כפור Jom Kippūr, auch Yom Kippur), ist der jüdische Versöhnungstag und gleichzeitig der wichtigste Festtag im Judentum. Im jüdischen Kalender beginnt der Versöhnungstag bei Sonnenuntergang vor dem 10. Tischri (d.h. September/Oktober), und dauert bis zum nächsten Sonnenuntergang.

mehr: siehe www.wikipedia.de

 

Als Simchat Tora (hebr. שמחת תורה, Tora-Freude) wird der zweite Tag des Schmini Azeret-Festes bezeichnet. In Israel, wo das Fest nur einen Tag dauert, wird Simchat Tora zusammen mit Schmini Azeret gefeiert.

An diesem Tag geht der jährliche Tora-Lesezyklus zu Ende und beginnt sofort wieder. In der Synagoge werden zwei Gemeindemitglieder ausgewählt, den letzten und den ersten Abschnitt aus der Tora zu lesen. Diese heißen Chatan Tora (Bräutigam der Tora) und Chatan Bereschit (Bräutigam des ersten Abschnittes).

An Simchat Tora findet eine Prozession statt, die Tora wird genommen, und es wird in 7 'Hakafot' um die Bima getanzt. Die Tora wird berührt und geküsst. Kinder basteln Fähnchen, die mit in die Synagoge genommen werden.

 

Chanukka (Weihefest) ist ein jüdisches Lichterfest. Es beginnt am 25. Tag des Monates Kislew (November / Dezember) und dauert 8 Tage. Chanukka erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem im jüdischen Jahr 3597 (164 v. Chr.) nach dem erfolgreichen Makkabäeraufstand der Juden Palästinas gegen hellenisierte Juden und makedonische Syrer, wie er im Ersten Buch der Makkabäer und auch im Talmud überliefert ist. Die Makkabäer besiegten das Seleukidenreich, beseitigten den im jüdischen Tempel errichteten heidnischen Altar und führten den jüdischen Tempeldienst wieder ein.

Chanukka ist primär ein häusliches Fest. An den Abenden versammeln sich die Familien mit Freunden zu ausgelassenen Festen, Gemeindefeiern sind üblich, die Kinder bekommen Geschenke und Süßigkeiten. Gegessen werden vor allem in Öl gebackene Speisen wie Krapfen (Sufganiyyot) oder Kartoffelpuffer mit Apfelmus und saurer Sahne und weitere Spezialitäten der Jüdischen Küche. Gemeinsam werden spezielle Chanukkalieder gesungen. Ursprünglich zündete man die Lichter nur in den Häusern an, später auch in den Synagogen. Chanukka und das ungefähr zur gleichen Zeit stattfindende christliche Weihnachten haben sich über die Jahrhunderte gegenseitig beeinflusst und zu einer Annäherung der Festbräuche ("Weihnukka") geführt.

 

Das jüdische Purimfest wird am 14. (bzw. 15. außerhalb von Israel) des Monats Adar (Februar/März) des Jüdischen Kalenders gefeiert.

Purim ist ein Fest, das an die Legende der Errettung des jüdischen Volkes aus drohender Gefahr in der persischen Diaspora erinnern soll. Laut dem Buch Ester, versuchte Haman, der höchste Regierungsbeamte des persischen Königs, die gesamten Juden im Perserreich auszurotten, bis Ester in Erscheinung trat. Vermutlich wurde Purim aber ins Judentum als eine Art Neujahrsfest von Nachbarsvölkern übernommen.

In der Synagoge wird aus diesem Anlass ein Gottesdienst gefeiert, bei dem alles nicht sehr ernst zugeht; der ganze Ablauf wird mehr oder weniger veralbert. Dabei wird auch die Festrolle des Buches Ester vorgelesen. Immer wenn der Name Haman fällt, darf so viel Krach wie möglich mit Tuten und Rasseln gemacht werden. Sein Name wurde zum Symbol der Judenfeindschaft.

Wichtig: Megillat Ester

 

Mit dem Pessachfest feiert das Judentum den Auszug (Exodus) der Israeliten, der sie aus der ägyptischen Sklaverei befreite. Das hebräische Wort "Pessach" bedeutet wörtlich "Vorübergang", "Verschonung" und erinnert an die biblische Erzählung vom göttlichen Schlag gegen die ägyptischen männlichen Erstgeborenen, von dem die Hebräer ausgenommen waren.

Das Fest beginnt am Abend des ersten Frühlingsvollmonds (14. Nisan) und dauert sieben Tage, in der Diaspora bei orthodoxen Juden acht Tage. Da der jüdische Kalender ein Mondkalender ist, bei dem die Monatsanfänge nach dem Neumond festgelegt werden, fällt Pessach im jüdischen Kalender immer auf das gleiche Datum. Im Gregorianischen Kalender schwankt das Datum dagegen.

Pessach gehört neben Schawuot, dem Wochenfest, und Sukkot, dem Laubhüttenfest, zu den drei Wallfahrtsfesten des Judentums, die zur Zeit der beiden Tempel mit einer Pilgerfahrt nach Jerusalem und Opfern im Tempel begangen wurden.

Mehr: (wieder) http://de.wikipedia.org/wiki/Pessach

 

Schawuot (hebr. für "Wochen", Einzahl schawua "Woche") ist das jüdische Wochenfest, das sieben Wochen, also fünfzig Tage nach dem Pessachfest gefeiert wird.

Das Schawuotfest hat mehrere Bedeutungen. So erinnern sich die Juden damit an den Empfang der Zehn Gebote am Berg Sinai. Es ist außerdem ein Erntedankfest, da zu dieser Zeit in Israel Weizen geerntet wird.

Das Wochenfest wird jeweils am 6. Siwan gefeiert und bildet den Abschluss der Frühlingsfeste, zu denen Pessach und das Omer-Zählen gehören. Lesungen des Buches Rut und die Zehn Gebote stehen im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Die Synagoge wird geschmückt, denn an diesem Tag symbolisiert sie den Sinai. Traditionell werden Milchprodukte gegessen, da die Tora mit Milch verglichen wird, die das Volk Israel wie ein unschuldiges Kind begierig trinkt. Viele Gläubige studieren die Nacht hindurch in der Synagoge die Tora.

Da die Herabkunft des Geistes auf die Jünger Jesu laut der biblischen Apostelgeschichte am jüdischen Wochenfest geschah, wurde im Christentum Schawuot zum Pfingstfest.

Speisevorschriften im Judentum

Die jüdische Kultur ist untrennbar mit dem Glauben verknüpft, daheKaschern von Küchengeräten. Spanien Anfang des 14. Jh.sr sind die festlichen Mahlzeiten ein Bestandteil des religiösen Rituals. Jede Speise hat eine symbolische Bedeutung. Das kann man an dem Beispiel des Pessachfestes sehr deutlich erkennen, da der Höhepunkt nicht in der Synagoge, sonder in einer häuslichen Feier mit einem festlich gedecktem Tisch endet. Dort spielen Speisen und Getränke eine eben so große Rolle wie das gesprochene Wort.
Die jüdische Küche hat sich jahrhundertelang unter dem Einfluss der klimatischen Bedingungen und der kulinarischen Gewohnheiten der Länder entwickelt, in denen die Juden eine neue Heimat fanden. Die ortsüblichen Kochrezepte wurden mit den Bestimmungen der rabbinischen Autoritäten ergänzt und umgewandelt. Die jüdische Zubereitungsweise beeinflusste auch einzelne Speisen der nationalen Küche.
Die rituellen Speisevorschriften werden als Kaschrut-Gesetze bezeichnet. Das Einhalten dieser Vorschriften führt in der Vorstellung der Juden zur Harmonie zwischen Körper und Seele . Die Tora  lehrt die Menschen sich danach zu richten, daher gibt es 613 göttliche Gebote, wovon mindestens 50 sich mit Tischsitten beschäftigen. 
Für die Juden ist die Küche nicht nur ein Ort, wo Speisen vorbereitet werden, sondern ist es das geistige Zentrum des Haushaltes. Das Einhalten der Speisevorschriften dient dazu den Alltags zu heiligen. Durch das Erfüllen der Mizwot (der göttlichen Gebote) wird auch eine so alltägliche und gewöhnliche Tätigkeit wie der Zubereitung von Speisen zum Dienst an Gott erhoben. Die Kaschrut, ebenso wie zahlreiche andere Gebote, die das tägliche Leben betreffen, soll helfen, den Dualismus von Physischem und Geistigem, Alltäglichem und Geheiligtem zu überbrücken.
Der Talmud vergleicht den jüdischen Haushalt mit einem kleinen Tempel und der gedeckte Tisch als einen Altar. Dort durfte nur ein Opfer liegen was den komplizierten rituellen Vorschriften entsprach. Jede Mahlzeit hatte durch ihre Handlung verschiedene Bedeutungen oder Symbole, jede Einzelheit hatte darin ihren Platz und ihren Zweck.
Die Speisen müssen koscher (rein, tauglich, geeignet) sein. Außerdem unterscheidet man drei Arten von Tieren: auf dem Land lebende Tiere, Meerestiere und Geflügel. Diese müssen bestimmte Eigenschaften besitzen, um als rein zu gelten.
Auf dem Land lebende Tiere: 
"Alle Tiere, die gespaltene Klauen haben, Paarzeher sind und wiederkäuen, dürft ihr essen." (Lev 11,3). Fehlt eines der Merkmale zu ist der Verzehr des Fleisches verboten. Als Beispiele werden in der Tora das Kamel, das Kaninchen und der Hase genannt, da sie zwar Wiederkäuer sind aber keine gespaltenen Klauen besitzen. Das Schwein ist hat zwar gespaltene Hufen, aber es ist kein Wiederkäuer und ist deshalb ausdrücklich verboten. In der Makkabäerzeit galt das Essen von Schweinefleisch schon als Zeichen des Abfalls des Judentums.
Meerestiere: 
"Alle Tiere mit Flossen und Schuppen, die im Wasser leben, dürft ihr essen." (Lev 11,9-12). Nach diesen Kriterien sind Aal, Austern, Hummer, Krebse, Muscheln und Schnecken verboten.
Geflügel:
Fast das gesamte Geflügel gilt als rein, nur die Raubvögel werden in 2 Bibelstellen (Lev 11,13-19 und Dt 14,12-18) als unrein bezeichnet. Auch Insekten, außer 4 Arten von Heuschrecken, gelten als unrein. Tote und durch Raubtiere gerissene und kranke Tiere dürfen auch nicht gegessen werden.
Vor- und Zubereitung der koscheren Tiere
In der Bibel ist der Genuss des Blutes strikt verboten, deshalb wurde eine spezielle Schlachtmethode (Schächten) entwickelt. Der ausgebildete Schochet ("Schächter") durchschneidet mit einem scharfen Messer in einem Zug die HalssRituelles Schächten.chlagader, Luftröhre und Speiseröhre, so kann das Blut ganz ablaufen.
Der Menakker steht dem Schochet zur Seite und entfernt die verboten Fettstücke und die Hüftsehnen, denn der Genuss ist seit dem Kampf zwischen Jakob mit dem Engel verboten. Der Schochet und der Menakker unterstehen der Aufsicht des Rabbiners, welcher für anfällige Fragen verantwortlich ist.
Das allerletzte Blut wird von der Hausfrau entfernt. Sie koschert das Fleisch, indem sie es eine halbe Stunde in lauwarmes Wasser ein weicht, abtupft, auf allen Seiten einsalzt und auf eine schräge Unterlage oder ein Abtropfbrett legt, so konnte das noch vorhandene Blut ungehindert auslaufen. Nach einer Stunde wurde das gesalzene Fleischstück dreimal in Wasser gespült. Da Fisch nicht als Fleisch betrachtet wird, braucht es nicht erst durch Schächten und Einsalzen koschert gemacht werden.
Das Verbot des Mischens von Fleisch und Milch
"Du sollst ein Zicklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen." (Ex 23,19 und 34,26; Dt 14,12). Die dreifache Nennung des Verbotes interpretiert der Rabbiner als drei Verbote: das Verbot des Essens, Nutznießens und Kochens von Milchprodukten zusammen mit Fleisch.
Wenn man z.B. als Hauptgericht Fleisch gegessen hat, so muss man warten bis das Fleisch verdaut ist (in der Regel 6 Stunden), bevor man eine Milchspeise zu sich nehmen darf oder man benutzt Sojamilch als Ersatz. Die Milchspeisen sind nach einer halben Stunde verdaut. Selbst die Töpfe, Geschirr (außer Glas, das gilt als neutral), Besteck, Tisch und Küchentücher werden für "Milchiges" und "Fleischiges" getrennt.
Da Fisch, Obst und Gemüse, Eier, Pflanzenöl und Pflanzenmargarine parwe (neutral) geltet kann man dies mit Fleisch- und Milchspeisen verzehren.
Alkohol
Weine und alle Spirituosen, die aus vergorenen Trauben hergestellt werden (Most, Champagner, Cognac), müssen koscher sein, d.h. unter Aufsicht geerntet und verarbeitet werden. Alle Spirituosen die nicht aus Trauben hergestellt wie Bier, Whiskey, Wodka oder Liköre unterliegen dagegen keinen besonderen Vorschriften.

 

 

 

 



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